DAV Sektion Altdorf e.V.
90518 Altdorf

Der Bewerber

Die Sektion Altdorf des Deutschen Alpenvereins hat mehr als 2000 Mitglieder. Der Verein bietet ein umfangreiches Programm für Kinder bis hin zu aktiven Senioren sowohl in den heimischen Mittelgebirgen wie auch in den Alpen. Die Aktivitäten reichen von Heimatwanderungen, Bergwanderungen, Hochtouren, Klettern, Klettersteigen, nordischen und alpinen Skilauf, Skitouren, Schneeschuhtouren, Mountainbike bis hin zu Senioren- und Skigymnastik. Auch Spaß und Spiel für die Jüngsten beim Grillen, Kanufahren oder Erkunden von Höhlen gehören dazu. Der Verein bietet mit der Pflege der Altdorfer Rundwanderwege, den Loipen im Winter und der vereinseigenen Kletterhalle auch ein attraktives Angebot für die Bevölkerung. Ein besonders wichtiges Anliegen ist der aktive Klimaschutz, insbesondere durch die Förderung der Verlagerung von Mobilität vom Individualverkehr hin zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Ein wichtiges Ziel für die Vermeidung unnötiger Mobilität besteht in der Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten unserer Kletterhalle „Kunstgriff“ in Altdorf, die künftig auch tagsüber und an den Wochenenden ganzjährig für die Kletterbegeisterten zur Verfügung stehen soll. Ein wichtiger Baustein für die neue Konzeption ist ein transportabler Hubwagen, um schnell und während des gesamten Jahres Routen abschrauben und neue Routen schrauben zu können. Diese Investition ist Gegenstand des konkreten Förderprojektes.

Das Projekt

Es hat sich ja bereits Einiges in und an der Kletterhalle der DAV Sektion Altdorf getan. Eine eigene PV-Anlage auf dem Dach und an der Fassade (u.a. gefördert durch den Raiffeisenförderpreis 2024) stellt seit Jahresbeginn in Zusammenarbeit mit der Dreifach-Sporthalle die vollständige Eigenversorgung der Halle mit Elektroenergie sicher. Damit aber nicht genug. Die erste, aber auch kleinste Kletterhalle im Nürnberger Land will mit einem neuen Nutzungskonzept verstärkt neue Kletterer, insbesondere Familien und Jugendliche, anziehen. Kern des Nutzungskonzeptes ist die Ermöglichung eines unbetreuten und damit eigenverantwortlichen Kletterns über die regulären Öffnungszeiten in den Abendstunden von Montag bis Donnerstag hinaus. Also an den späten Nachmittagen und an den Wochenenden, an denen die Anlage derzeit nicht genutzt werden kann. Ein individuelles Zugangssystem über eine personalisierte Chipkarte nebst Videoüberwachung der Halleneingänge soll es ermöglichen, dass neben den geblockten Nutzungszeiten für Gruppen des Vereins, der Schule und der Rummelsberger Anstalten zwischen 8:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends praktisch jederzeit geklettert werden kann. Dieses zumindest in der Region einzigartige Nutzungskonzept hebt damit auch den bisherigen Saisonbetrieb der Halle auf, die künftig das ganze Jahr über für die Kletterbegeisterten zur Verfügung stehen soll. Um während des ununterbrochenen Kletterbetriebes das Angebot an neuen und attraktiven Kletterrouten aufrecht erhalten zu können, wurde die Beschaffung eines Hubwagens beschlossen, mit dessen Hilfe an einem einzigen Tag bis zu 10 neue Routen geschraubt werden können. Der Hubwagen hat eine Plattformhöhe von 9 m und ist mit einem Gesamtgewicht von 300 kg für die Befahrung des Hallenbodens geeignet. Er soll bereits für die Vorbereitung der neuen Klettersaison zum Einsatz kommen. Die Investitionskosten für den Verein belaufen sich auf 4.681 €.